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	<title>Kommunikationsblog &#187; Film &amp; TV</title>
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	<description>Der Blog für Unternehmenskommunikation, Corporate Publishing und Medien</description>
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		<title>ZDF holt Brecht</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 15:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Küpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[So könnte die Schlagzeile lauten, wäre Marcel Reich-Ranicki Intendant beim ZDF. "Brecht, wenn man den hätte, das wäre einer fürs Fernsehen", sagte er im aus gegebenem Anlass anberaumten Kamingespräch mit Thomas Gottschalk. Das Problem ist nur: Brecht hat längst das Zeitliche gesegnet - wie die meisten der von Reich-Ranicki gelobten Künstler zur Rettung des deutschen Fernsehens. Doch von vorn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So könnte die Schlagzeile lauten, wäre Marcel Reich-Ranicki Intendant beim ZDF. &#8220;Brecht, wenn man den hätte, das wäre einer fürs Fernsehen&#8221;, sagte er im aus gegebenem Anlass anberaumten Kamingespräch mit Thomas Gottschalk. Das Problem ist nur: Brecht hat längst das Zeitliche gesegnet &#8211; wie die meisten der von Reich-Ranicki gelobten Künstler zur Rettung des deutschen Fernsehens. Doch von vorn.</p>
<p>Was war geschehen? Dem großen Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki sollte in einer Gala der Fernsehpreis fürs Lebenswerk überreicht werden. Doch zu viel Selbstbeweihräucherung der TV-Branche und zu viele dümmliche Witze von Fernsehköchen müssen für den Kritiker wohl zu viel gewesen sein. Als er den Preis schließlich bekommen sollte, war er so sauer, dass er diesen ablehnte und das komplette Fernsehen in seiner unnachahmlichen Art als &#8220;gräfflich&#8221; und &#8220;fuuurchtbar&#8221; bezeichnete. Die härteste Wut-Rede seit Rudi Völler. Ein Eklat. Und Feuilleton und Boulevard hatten endlich wieder etwas zu schreiben.</p>
<p><span id="more-406"></span>Thomas Gottschalk, der Moderator der deutschen Fernsehpreisgala, reagierte blitzschnell und rettete was zu retten war. Er bot &#8220;MRR&#8221; ein Gespräch mit den Intendanten an &#8211; man solle sich einmal eine Stunde zusammensetzen. Die Intendanten trauten sich allerdings nicht und so musste Gottschalk alleine mit Reich-Ranicki über das ach so schlechte Fernsehen reden.</p>
<p>Dass da in Person des Literaturkritikers aber der falsche Mann für eine fundierte Fernsehkritik saß, wurde sogleich zu Beginn klar. Zur Gala sagte er, er mochte die vielen Clowns nicht, einen kenne er sogar: Helge Schneider. Aber der war an diesem Abend gar nicht da. Die Verwechslung von Helge Schneider mit Atze Schröder zeigt das Problem gnadenlos auf: Der Mann hat keine Ahnung vom Fernsehen. Jeder 12-Jährige kennt das Fernsehprogramm und dessen Protagonisten besser als er.</p>
<p>Doch Reich-Ranicki war sich sicher, mit Helge Schneider einen der Schuldigen des schlechten TV-Niveaus gefunden zu haben. Mit ihm war er tatsächlich einmal zusammen in einer Sendung gewesen. Wahrscheinlich hat er ihn einfach nicht verstanden. Trotzdem schimpfte er los, dieser Helge Schneider sei ja schrecklich &#8211; und kam sich dabei sicherlich sehr klug und kritisch vor. Dass er sich damit aber mit dem Großteil seines so geschätzten Feuilleton-Kollegen verscherzte, ahnte der Mann nicht. Denn selbst wer mit Schneiders Humor nichts anfangen kann, schätzt ihn doch zumindest als brillanten Musiker. Der Mann spielt nicht nur fast jedes Instrument, nebenbei ist er auch noch Schriftsteller, Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur, Komiker und hat sogar schon mal ein Musical auf die Bühne gebracht. Mehr Kultur geht wohl wirklich nicht!</p>
<p>Wenn sich ein Reich-Ranicki schon bei Helge Schneider in Rage redet, kann man nur hoffen, dass er nie von der Existenz z.B. eines Mario Barth erfährt. Er könnte sich sonst etwas antun. Aus Sicherheitsgründen möchte man ihm die Fernbedienung klauen und alle Kanäle bis auf Arte und 3Sat löschen.</p>
<p>Ansonsten war die Diskussion von &#8220;MRR&#8221; und Gottschalk ungefähr so spannend wie ein Fußballspiel zwischen Energie Cottbus und Arminia Bielefeld, bei dem man das Ergebnis schon vorher kennt. Die unbeholfenen Attacken von Reich-Ranicki wurden von Defensivspezialist Gottschalk ohne Mühe abgewehrt. Jeder beharrte auf seinem Standpunkt. MRR: &#8220;Es ist ja alles schlecht&#8221; &#8211; Gottschalk: &#8220;Bei Qualität bleibt die Quote aus&#8221;.</p>
<p>Hier hätte Reich-Ranicki energisch dazwischen grätschen müssen. Schließlich haben die Öffentlich-Rechtlichen ja einen Bildungsauftrag &#8211; Quote hin oder her. Wieso sollte man ARD und ZDF durch Gebühren finanzieren, wenn diese, wie die Privaten, doch auch nur auf die Quote achten? Die Öffentlich-Rechtlichen müssen schließlich auch Minderheiten und Randgruppen wie Literaturpäpste bedienen. Stattdessen gleichen sie ihr Programm mehr und mehr den Privatsendern an und kürzen die politischen Magazine zusammen und verschieben sie ins Spätabendprogramm. Auch Kultur findet meist erst um die Geisterstunde statt &#8211; zumindest auf den Hauptsendern ARD und ZDF. Und nicht jeder empfängt die Ableger wie z.B. 3Sat und 1Festival. Hier hätte die Kritik ansetzen müssen.</p>
<p>Stattdessen fordert Reich-Ranicki immer wieder, Unterhaltung müsse auch eine gute Qualität haben &#8211; oder Qualitätsfernsehen könne auch unterhalten und nennt Shakespeare-Aufführungen als Beispiel. Bei ARD und ZDF besteht Unterhaltung aber meist aus Volksmusiksendungen oder schlecht gemachten Ablegern aus dem Privatfernsehen mit B-Promis an Ratepulten. Gerade die Privaten setzen in Punkto hochwertiger Unterhaltung die Trends: z.B. die vom Feuilleton hochgelobten Serien wie Stromberg, Pastewka und Dr. Psycho, die trotz schwächelnder Quoten auf dem Sender blieben.<span> </span></p>
<p>Ich bin mir sicher, dass Reich-Ranicki von diesen Serien noch nie etwas gehört hat. Er bezeichnet hingegen Menschen, die sich keine Kissinger-Biografie im Fernsehen anschauen wollen, als primitiv. Ich behaupte, man kann auch als kluger Mensch Spaß am A-Team haben oder an Schlag den Raab. Bei einer Kissinger-Biografie würde ich einschlafen.</p>
<p>Und überhaupt war laut Reich-Ranicki früher alles besser. Und weil das schon immer so war und sein wird, heißt das: Es wird nie mehr so gut wie heute. Also schnell die Glotze einschalten bevor Stromberg auch noch abgesetzt wird!</p>
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		<title>Egomane auf Abwegen &#8211; Der Irrweg des Reich-Ranicki</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 15:27:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Riccardo Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Er musste auf einem harten Stuhl sitzen und das Ã¼ber Stunden - ok. Er musste Atze SchrÃ¶der und diverse FernsehkÃ¶che ertragen - auch hier ist der Unmut nachvollziehbar. Die Generalklatsche fÃ¼rs deutsche Fernsehen vom Prosa-Popen Marcel Reich-Ranicki geht fÃ¼r meinen Geschmack jedoch ein zu weit und zeigt wieder einmal, dass gilt, was selbst erfahrene Medienschaffende gern vernachlÃ¤ssigen: Schuster bleib bei deinen Leisten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er musste auf einem harten Stuhl sitzen und das Ã¼ber Stunden &#8211; ok. Er musste Atze SchrÃ¶der und diverse FernsehkÃ¶che ertragen &#8211; auch hier ist der Unmut nachvollziehbar. Die Generalklatsche fÃ¼rs deutsche Fernsehen vom Prosa-Popen Marcel Reich-Ranicki geht fÃ¼r meinen Geschmack jedoch ein zu weit und zeigt wieder einmal, dass gilt, was selbst erfahrene Medienschaffende gern vernachlÃ¤ssigen: Schuster bleib bei deinen Leisten.</p>
<p>Das Ganze war im Stil ein typischer &#8220;zu kurz gesprungener Ranicki&#8221; welche der greise Lautsprecher schon seit Jahrzehnten in seinem geliebten Medium vorturnt und damit schon frÃ¼h vorgelebt hat, wie schÃ¶n pauschal und krawallig man auch das vielschichtigste StÃ¼ck Prosa an der Mattscheibe zerschmettern kann. An Uli Meyers &#8220;Der heiÃŸe Stuhl&#8221; oder Babsi Eligmanns &#8220;Explosiv&#8221; war da noch gar nicht zu denken.</p>
<p>Das das deutsche Fernsehen nicht gerade das Mutigste und Innovativste der Welt ist, ist wohl jedem klar. Ebenso klar ist aber auch jedem Alphabeten, der sich die MuÃŸe gÃ¶nnt die Fernsehzeitung zu lesen, dass es sehr wohl QualitÃ¤tsfernsehen gibt &#8211; wenn auch nicht gerade in der ersten Reihe. Einige davon wurden beim Fernsehpreis auch zu Recht ausgezeichnet. Doch sind die schÃ¶nen Fernsehabende bei ARTE nicht gerade des deutschen liebster Zeitvertreib.</p>
<p>Das es generell unzulÃ¤ssig ist einen Medienkanal querzusummieren und daraus ein Gesamturteil abzuleiten ist aber vor allem unter den bildungsnahen Vertretern des Landes ein wenig bekannter Fakt.</p>
<p>So besteht das Internet zu gut 70 Prozent aus mehr oder minder harten XXX-Inhalten und das Fernsehen eben zu 70 Prozent aus leichter Unterhaltung. Ebenso bestehen 70 Prozent aller tÃ¤glichen GesprÃ¤che aus LÃ¤sterei, Beschwerden Ã¼ber das Wetter und Ã¤hnlichen Belanglosigkeiten. Warum? Weil es offensichtlich Leute gibt, die das mÃ¶gen. Das Fernsehen ist ein Unterhaltungsmedium und ein GeschÃ¤ft &#8211; gezeigt wird was gefÃ¤llt.  Nachfrage und Angebot bestimmen unser Programm, denn am Ende will alles bezahlt sein.</p>
<p>Auch die zu Monstern aufgeblÃ¤hten Sendeanstalten Ã¶ffentlichen Rechts arbeiten trotz aller Schelte und trotz GebÃ¼hren nach diesen Prinzipien &#8211; weil Sie es mÃ¼ssen, wenn sie sich gegen den Alterstrend stemmen wollen. Jedes Land hat das Fernsehen, dass es verlangt, verdient und bezahlt.</p>
<p>Das RanickiÂ´s Schelte so groÃŸen Wiederhall in den Medien findet zeigt, wie wenig sich einige Medienschaffende mit Ihrem Publikum identifizieren mÃ¶gen und das ihnen nicht ganz gewahr ist, dass sie als Unterhaltungsdienstleister engagiert sind und nicht als KÃ¼nstler. Was allerdings nicht heiÃŸen muss, dass Ihnen nichts anderes Ã¼brig bliebe, als immer nur Einheits-Reality-Kost zu produzieren.</p>
<p>Ein guter Dienstleister prÃ¤sentiert seinem Kunden auch einmal ein neues, vielleicht sogar gewagtes Rezept, um so gemeinsam mit seinem Kunden zu wachsen und sich zu entwicklen. Hier besteht Nachholbedarf.</p>
<p>Wie qualtiativ hochwertiger Diskurs im Fernsehen ausschaut, offenbart ja nun vielleicht der Krisengipfel zwischen Grinsemaster Gottschalk und Krawallmeister Ranicki in den kommenden Tagen. Ich bin mir relativ sicher: Das wird &#8220;Explosiv&#8221;.</p>
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		<title>Rach, der Restauranttester &#8211; Bildungsfernsehen erster Güte für alle Unternehmer, Dienstleister und Kommunikatoren</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.de/public_relations/rach-der-restauranttester-bildungsfernsehen-erster-gute-fur-alle-unternehmer-dienstleister-und-kommunikatoren/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 09:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Riccardo Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon auf den ersten Blick nicht zu toppen, wenn Christian Rach, Sternekoch aus HH und RTL-Kaschemmeninspekteuer, die ideenlose und mit sich selbst überforderte "Eisheidi" aus Güstrow vor versammelter Belegschaft rund wie einen Donut macht. Doch auch wenn der erste schadenfrohe Impuls weggeschmunzelt ist, bleibt ein Eindruck offensichtlich: Hier läuft Bildungsfernsehen allererster Güte, aus dem die gesamte PR-Branche einiges lernen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon auf den ersten Blick nicht zu toppen, wenn Christian Rach, Sternekoch aus HH und RTL-Kaschemmeninspekteuer, die ideenlose und mit sich selbst überforderte &#8220;Eisheidi&#8221; aus Güstrow vor versammelter Belegschaft rund wie einen Donut macht. Doch auch wenn der erste schadenfrohe Impuls weggeschmunzelt ist, bleibt ein Eindruck offensichtlich: Hier läuft Bildungsfernsehen allererster Güte, aus dem die gesamte PR-Branche einiges lernen kann.</p>
<p>Was hier geboten wird, sollte Pflichtprogramm für alle Dienstleister, Unternehmer und auch Kommunikationsschaffenden sein, denn Rach ist weit mehr als ein flinker Gemüseputzer, er ist ein erfolgreicher Unternehmer. Vom Konzept über Beschaffung, Produktion, Projektmanagement bis zur internen und externen Kommunikation und Motivation zieht der Küchenchef alle Register.  Die Sendung ist ein Erfolg, zum Glück und zu Recht. Denn hier ist einfach für jeden, der genau hinhört, etwas dabei und Rachs Küchengesetze ein kostenloses Managementtraining.</p>
<p>Rachs Botschaft ist simpel:<strong> ERFOLG IST KEIN ZUFALL</strong></p>
<p>Alles was man braucht, um Kunden zu begeistern und ein guter Dienstleister zu sein ist ebenso simpel wie oft missachtet:</p>
<p><strong>1. Identifikation und Begeisterung mit seinen Job und seinen Produkten</strong></p>
<p>Es gibt Restaurantbesitzer, die rufen einen Sternekoch um Hilfe, er kommt sogar, er greift ach zum Kochlöffel und in die Brieftasche, um alles umzudekorieren, doch der Gastwirt ist nicht gerade begeistert. Kann das sein? Ein Gastwirt hat keine Lust über sein Lokal zu diskutieren und auch keine Ideen für die Küche. Kann das sein? Leider ja.</p>
<p>Um mal im eigenen Millieu zu bleiben &#8211; ich treffe immer wieder Kollegen, die mir mit Stolz erzählen, dass sie gar keinen Fernseher hätten, es käme ja eh nur Unsinn. Das ist nicht nur programmtechnisch gesehen Blödsinn, siehe das Thema dieses Beitrages, sondern auch generell dummes Studentengeschwätz. Wer das immer noch wichtigste meinungs- und kulturbildende Medium in unserer Gesellschaft nicht beachtet, ist als PR-ler oder Werber im falschen Job. Basta. Gleiches gilt übrigens auch für den Genuss der BILD-Zeitung.</p>
<p>Die gute &#8220;Eisheidi&#8221; mochte übrigens auch keinen Kaffee trinken und servierte ihren Kunden deshalb ungenießbaren &#8220;Expresso&#8221;.</p>
<p>Mein persönlicher Favorit ist übrigens folgende Aussage einer angehenden PR-Beraterin in einem Bewerbungsgespräch: &#8220;Ich fang gar nicht erst an Zeitschriften zu lesen, denn dann lese ich die immer vollständig durch und so viel Zeit hab ich nicht.&#8221; Super-Satz. Meine größte Schwäche ist übrigens, dass ich immer so viel arbeite.</p>
<p><strong>2. Solides Basiswissen: &#8220;erst mal Bratkartoffeln richtig machen&#8221;</strong></p>
<p>Ist Ihnen das schon mal aufgefallen? Jeder will Kreativer, Konzeptioner, Planer, Lenker, Leiter, Delegierender, Kontrolleur oder Manager sein. Alle wollen die supercoolen, ultraviralen, megaguerilliaartigen Jobs und Projekte für Kunden mit den dicken Egos und noch dickeren Budgets. Kampagnen, die nicht wenigstens einen dieser gefühlten hundertmillionen Kommunikationspreise gewinnen, die sich die Branche jährlich gegenseitig verleiht und die bei RTL zur besten Sendezeit laufen sind sowieso unter Jedermanns Niveau.</p>
<p>Ähnliches gilt übrigens auch für Agentur-Kunden, die nur zu gern auf das Blendspiel der Agenturen und coolen Berater einsteigen.</p>
<p>Wirklich anpacken, z.B. Pressemeldungen schrubben, an Bildunterschriften feilen, Verteiler aktualisieren, mal Werbemittel eintüten, mal ein paar Stunden darauf rumdenken, wie man recycelbare Bettpfannen inszeniert o.ä.? Da lichtet sich das Bewerberfeld, aber auch das der Auftraggeber, denn auch die vernachlässigen gern die Basics der Kommunikationsarbeit, zum Beispiel Kontinuität, und versteigen sich lieber in zum Teil wesentlich teurer Effekthascherei.</p>
<p>So werden bei vielen Agenturen auch wichtige Basisarbeiten immer häufiger an Praktikanten verschoben, die sich dann mit wenig Erfolg und ohne Anleitung im Pressekontakt (&#8221;Haben Sie unsere Meldung erhalten?&#8221;) und im Verfassen von Meldungen versuchen. Erwartet man dann von einem gestandenen PR-Berater einfach mal einen launigen und unfallfreien Text, der eben nicht wie eine Packungsbeilage klingt, staunt man nicht schlecht. Ein Blick in die allgemein zugänglichen Presseportale offenbart dann das gesamte Grauen.</p>
<p><strong>3. Mit- und Vorausdenken</strong></p>
<p>Ich weiß nicht, ob man Ersteres wirklich lernen kann, da sind meine Erfahrungen leider nicht eindeutig. Ich habe jedoch den Verdacht, dass es nicht jedermanns Sache ist, ob es am Wollen oder Können liegt sei dahingestellt. Doch das sind natürlich schlechte Voraussetzungen für den zweiten Punkt. Für alle, die da Nachholbedarf haben, kann ich nur sagen: Nicht aufgeben, immer wieder versuchen, denn wer das nicht hinbekommt wird als Dienstleister immer eine Luftnummer bleiben. Was nicht heißt, dass man es nicht zum Konzeptioner oder Manager bringen kann &#8211; für solche Kanditaten bietet die Kommunikationsbranche hervorragende Refugien. Bluff your way ! Design your CV! Im Ernstfall kauft/erwirbt man einfach einen Titel, das wirkt immer.</p>
<p><strong>4. Kommunikation ist der Anfang</strong></p>
<p>Kein Mitarbeiter, kein Kunde und kein Chef kann wirklich treffsicher ahnen, was man sich bei bestimmten Aktionen so alles gedacht hat. Wer verkaufen will muss erklären und begeistern. Und wenn sich etwas beim besten Willen nicht erklären lässt, zum Beispiel warum es in einem Eiscafe, bei dem das Eis nicht schmeckt, auch XXL-Schnitzel geben muss, dann sollte man es einfach sein lassen.<br />
Der Rest funktioniert dann mit ehrlicher Kommunikation und dem überspringen der Relevanzhürde. Es ist eben nicht wichtig zu betonen, warum man der beste Anbieter ist, sondern was der Kunde davon hat und wenn sich nicht innerhalb der ersten zwei Sätze klärt, warum jemand weiterlesen soll, dann ist es eben keine gute Geschichte.</p>
<p><strong>5. Respekt ist die Basis</strong></p>
<p>Wer seine Kunden hasst, wird nie erfolgreich verkaufen und wer insgeheim glaubt alles besser zu wissen, wird seine Kunden nie begeistern. Lernen kann man da von dem Ex-Düsseldorfer Schnöselpaar, dass in der Eifel ein Edelrestaurant aufziehen wollte. Neben dem kleinen Problem, dass Ihre vermeintliche Nobelköchin eben nicht mal oben zitierte Bratkartoffeln herstellen konnte, hatten sie noch ein Weiteres: Sie mochten die Eifler nicht. Hmm, keine gute Basis für eine gute Geschäftsbeziehung, denn die haben das dummerweise gemerkt.</p>
<p>Jeder Kunde, der sich eine Agentur leisten kann, macht irgendetwas richtig, denn er verdient offensichtlich genug Geld. Dafür hat er Respekt und die Rolle eines professionellen Partners verdient, auch wenn er vielleicht von Multimediadesign, Ajax-Programmierung oder auch Pressearbeit keinen Schimmer hat, denn das ist ja auch unser Job. Den gilt es nicht nur zu machen, sondern auch zu kommunizieren. Siehe Punkt 4.</p>
<p><strong>6. Lösungen statt Probleme oder: Sag mir was geht!</strong></p>
<p>Kunden brauchen Lösungen, denn  Probleme und Aufgaben haben sie schon. Jeder Berater und Dienstleister sollte nicht nur Vertrauen verkaufen, sondern es auch erwerben und Lösungen liefern. Damit einher geht auch der Punkt &#8220;Fehlersichtigkeit&#8221;, denn Fehler und Unstimmigkeiten muss man sehen WOLLEN, auch wenn es dann Arbeit bedeutet. In diesem Punkt ist der Restauranttester ein Meister. Er betrachtet jeden Arbeitsschritt und jedes Ergebnis durch die Kundenbrille und spricht Unstimmigkeiten ohne Umschweife an. Diskutiert werden nur Lösungen und keine Probleme. Dabei leistet er Hilfe zur Selbsthilfe, denn passive Problemfälle lässt er einfach mal&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230; schmoren, bis sie selbst anfangen zu denken.</p>
<p><strong>7. Selbsterkenntnis und Weiterentwicklung</strong></p>
<p>Dran bleiben, weitermachen, experimentieren, dazulernen &#8211; das sind Rachs Tipps für den weiteren Lebensweg, wenn er die geläuterten Köche und Gastwirte zurücklässt. Dem kann ich mich nur anschließen.<br />
All diese Punkte am echten lebenden Subjekt gezeigt zu bekommen, macht Rach, der Restauranttester zu MUST SEE TV.</p>
<p>Bei RTL immer Montag Abend 21.15 Uhr</p>
<p>Also einschalten, zuhören, lernen. Und vielleicht lernt RTL ja dazu und der Kollege Rach knöpft sich auch mal die Kommunikationsbranche vor &#8211; zu wünschen wäre es.</p>
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		<title>&#8220;In meiner Wut wieg ich vier Zentner&#8221; &#8211; Kreativschule Filmtitel</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 10:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Gerlach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute möchte ich mich kurz zu einem Thema äußern, das mich schon länger beschäftigt: Die deutschen Filmtitel ausländischer Filme. Ich bin überzeugt, dass die Kreierung und Vergabe von Filmtitel einer Kunst gleicht. Schließlich sind die Anforderungen hoch. Der Titel soll potentielle Zuschauer ansprechen, ihre Neugier wecken, auf den Inhalt hinweisen (aber nicht zu viel preisgeben), und dabei so kurz und knapp wie möglich sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich mich kurz zu einem Thema äußern, das mich schon länger beschäftigt: Die deutschen Filmtitel ausländischer Filme. Ich bin überzeugt, dass die Kreierung und Vergabe von Filmtitel einer Kunst gleicht. Schließlich sind die Anforderungen hoch. Der Titel soll potentielle Zuschauer ansprechen, ihre Neugier wecken, auf den Inhalt hinweisen (aber nicht zu viel preisgeben), und dabei so kurz und knapp wie möglich sein. Da wird schon viel von einem Einzeiler erwartet. Kein Wunder, dass das schon mal schief geht. Gerade bei der Übersetzung ins Deutsche kommt so die ein oder andere Katastrophe zustande. Einige davon können schon mal passieren, andere sind einfach nur peinlich. Hier ein paar Kostproben.<span id="more-443"></span></p>
<p>Jeder hat sich schon mal über deutsche Filmtitel aufgeregt (von der Synchronisation möchte ich gar nicht erst anfangen). Als erstes fallen einem Titel von Horrorfilmen ein. Man kann zurecht behaupten, dass hier die fantasievollsten Übersetzer am Werk waren. Oft haben die deutschen Titel dabei nichts mehr mit dem Original zu tun. Rückblickend betrachtet dürfte das dem ein oder anderen Film eher zugute gekommen sein. So mancher Horrorfilm ist nicht zuletzt dank seines verrückten Filmtitels zu einem Genreklassiker geworden. Hier ein paar Beispiele: <em>Die Rache des Würgers</em> (<em>Bride of the Monster</em>), <em>Tanz der Totenköpfe</em> (<em>The Legend of Hell House</em>), <em>Hügel der blutigen Augen</em> (<em>The Hills have Eyes</em>), <em>Zombies im Kaufhaus</em> (<em>Dawn of the Dead</em>), <em>Foltermühle der gefangenen Frauen</em> (<em>Les Raisins de la Mort</em>), <em>Die Körperfresser kommen</em> (<em>Invasion of the Body Snatchers</em>), <em>Was macht der Tote auf der Wäscheleine? </em>(<em>Student Bodies</em>), <em>Verdammt die Zombies kommen</em> (<em>Return of the living Dead</em>).</p>
<p>Die Verdenglischung macht auch vor Filmen nicht halt. Gerne übersetzen die Deutschen Originaltitel in verdeutschtes Englisch. In den 80er wurde zum Beispiel aus <em>Black Eagle</em> <em>Red Eagle</em>. Die Farbe macht in deutschen Kinos anscheinend den Unterschied aus. Die 90er zeichneten sich dann durch Umwandlungen a  la <em>Broken Arrow</em> in <em>Operation: Broken Arrow</em> aus. Der Zusatz &#8220;Operation&#8221; macht den Titel natürlich wesentlich verständlicher als die Originalversion&#8230;. So richtig &#8220;trendy&#8221; wurde die Übersetzung Englisch/Englisch aber erst im neuen Jahrtausend. Meine persönliche Top 5: <em>Good Vibrations</em> (<em>What Planet are you from?</em>), <em>Miss Undercover</em> (<em>Miss Congeniality</em>), <em>Crime is King</em> (<em>3.000 Miles to Graceland</em>), <em>Born 2 Die</em> (<em>Cradle 2 the Grave</em>) und einer meiner Lieblingstitel <em>Der Babynator</em> (<em>The Pacifier</em>).</p>
<p>Ein kurzer Rückblick auf die vergangenen 50 Jahren Filmgeschichte zeigt: Die Schnitzer der Titelgeber haben nicht &#8211; wie man eigentlich erwarten sollte &#8211; abgenommen. Aber alles der Reihe nach. In den 70er waren die Übersetzer besonders fantasievoll und einfallsreich. Angefangen mit der berühmt berüchtigten (okay, das habe ich jetzt gesagt) Die-Reihe: <em>&#8230;die sich selbst zerfleischen</em> (<em>The black Angels</em>), <em>Die alles zur Sau machen </em>(<em>Villain</em>), <em>Die auf heißen Öfen verrecken</em> (<em>The Peace Killers</em>), <em>Die im Dreck krepieren</em> (<em>Dio con noi</em>), <em>Die im Sattel verrecken</em> (<em>Cain&#8217;s Cutthroats</em>). Großartig auch folgende Übersetzung: Aus <em>Jo</em> wird <em>Hasch mich, ich bin der Mörder</em>. Oder <em>Die Ritter der Kokosnuss </em>(<em>Monty Pythons and the Holy Grail</em>). Meine Favoriten der 70er sind jedoch <em>In meiner Wut wieg&#8217; ich vier Zentner</em> (<em>El Karate, el Colt y el impostor</em>) und <em>Was nützt dem toten Hund ein Beefsteak</em> (<em>Mr. Ricco</em>). Beide Titel haben absolut gar nichts mit dem Original zu tun. In den 80er kam es zu Rennern wie <em>Die Klapperschlange</em> (<em>Escape from New York</em>), <em>Ich glaub mich knutscht ein Elch</em> (<em>Stripes</em>), <em>Der Typ mit dem irren Blick</em> (<em>Zapped</em>), <em>Das turbogeile Gummiboot </em>(<em>Up the Creek</em>), <em>Zwei Superpflaumen in der Unterwelt</em> (<em>Wise Guys</em>) oder <em>Schlappe Bullen beißen nicht</em> (<em>Dragnet</em>). Die 90er zeichneten sich entweder durch krasse Fehlinterpretationen (<em>Aus The Pope must die</em> wurde <em>Ein Papst zum Küssen</em>. Aus <em>The ninth gate</em> wurde <em>Die neun Pforten</em>.) oder peinliche Abwandlungen (<em>Mo&#8217; Money</em> wurde zu <em>Meh&#8217; Geld</em>, <em>The Man who knows too little</em> wurde zu <em>Agent null null nix</em>) aus. Für das Jahr 2000 haben die Filmtitelgeber den Vorsatz, in Zukunft besser zu werden, nicht immer erfüllt. So sah es dann aus, wenn sie daneben lagen: <em>Irgendwann in Mexiko</em> (<em>Once upon a time in Mexico</em>), <em>Fluch der Karibik</em> (<em>Pirates of Carribbean</em>), <em>Wenn Träume fliegen lernen</em> (<em>Finding Neverland</em>), <em>Große Haie &#8211; Kleine Fische</em> (<em>Shark Tale</em>), <em>Im Rennstall ist das Zebra los</em> (<em>Racing Stripes</em>), Ich, du und der Andere (<em>You, me and Dupree</em>), <em>Die Eisprinzen</em> (<em>Blades of Glory</em>), <em>Horton hört ein Hu</em> (<em>Horton hears a Who</em>). Gerade letzteres einmal laut aufsagen&#8230;.Nicht schlecht, was?!</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.kommunikationsblog.de%2Fmedien%2F%25e2%2580%259ein-meiner-wut-wieg-ich-vier-zentner%25e2%2580%259c-%25e2%2580%2593-kreativschule-filmtitel%2F'; szt='%22In+meiner+Wut+wieg+ich+vier+Zentner%22+-+Kreativschule+Filmtitel';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/31/c2/widget_31c2065f25c8a20f8f60478322e1fb99.js"></script></div><p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+%E2%80%9CIn+meiner+Wut+wieg+ich+vier+Zentner%E2%80%9D+%E2%80%93+Kreativschule+Filmtitel+http://is.gd/e7azo+.+Lesen!" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://www.kommunikationsblog.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro1.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+%E2%80%9CIn+meiner+Wut+wieg+ich+vier+Zentner%E2%80%9D+%E2%80%93+Kreativschule+Filmtitel+http://is.gd/e7azo+.+Lesen!" title="Post to Twitter">  </a></p>]]></content:encoded>
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		<title>TV-Werbung: Weg mit den Klischees!</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2008 10:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Gerlach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun ist es raus - die Mehrheit der EU-Abgeordneten findet TV-Werbung zu sexistisch. Deshalb sollen sexistische Werbung und "klischeehafte" Bilder aus Fernsehen sowie Lehrbüchern und Computerspielen verschwinden. Na das ist doch mal - vorsichtig gesagt - ein ehrgeiziges Projekt. In unserer Agentur kam es auf jeden Fall zu interessanten Diskussionen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es raus &#8211; die Mehrheit der EU-Abgeordneten findet TV-Werbung zu sexistisch. Deshalb sollen sexistische Werbung und &#8220;klischeehafte&#8221; Bilder aus Fernsehen sowie Lehrbüchern und Computerspielen verschwinden. Na das ist doch mal &#8211; vorsichtig gesagt &#8211; ein ehrgeiziges Projekt. In unserer Agentur kam es auf jeden Fall zu interessanten Diskussionen.<br />
Zunächst einmal: Was versteht die EU unter &#8220;sexistisch&#8221;? &#8220;Sexistische&#8221; Fernsehwerbung ist für die EU-Abgeordneten zum Beispiel das &#8220;Heimchen am Herd&#8221;. Wirbt also eine Hausfrau für die neue Fertigsuppe, wird damit das klischeehafte Rollenbild der Frau bedient. Und das ist anscheinend ein großes Problem. Schließlich haben Medien wie Fernsehen und Internet auf die heutige Jugend immer mehr Einfluss. Aber ob Werbespots für Nahrungsmittel oder Putzutensilien die Sichtweise der Jugend auf das Rollenbild der Frau derart prägen, halte ich für fraglich. Nichtsdestotrotz soll diese Klischeebildung beendet werden.</p>
<p>Es kann also durchaus sein, dass wir demnächst nur noch &#8220;rollenuntypische&#8221; Werbung sehen. Das könnte dann zum Beispiel so aussehen: Ab sofort kaufen Frauen bei OBI Heimwerkmaterialien. Frauen in Toppositionen geben für Sparkasse, Deutsche Bank und Co. verlässliche Finanz- und Anlagetipps. Autofahren ist jetzt reine Frauensache: Von nun an düsen Frauen mit dem neuesten Mercedes oder BMW durch die traumhaften Landschaften von Neuseeland. Und ja, zur Bundesligasaison werden dann nur noch Frauen für Warsteiner, Veltins und Co. Bier trinken.</p>
<p>Was die neuen Männerrollen angeht: Zur Abwechslung mal lässt sich der Mann von der Handwerkerin erklären, dass die verkalkte Waschmaschine mit Calgon nicht kaputt gegangen wäre. Gleichzeitig sorgen Männer als Hausmänner für Ordnung, Sauberkeit und Essen. Knorr und Meister Propper freuen sich schon. Und in den Bankfilialen wenden sich Männer vertrauensvoll an ihre Kundenberaterin.</p>
<p>Sollte dieser Vorschlag der EU wirklich in dieser Form umgesetzt werden, steht die Werbebranche vor einem großen Umbruch. Denn TV-Werbung funktioniert ja nach einem einfachen Prinzip: Zielgruppenorientierte Werbung. Derzeit werden während Sportveranstaltungen Bier- und Autowerbespots gezeigt. Zielgruppe? Männer. Werbeblöcke, die im Rahmen von Talkshows und Serien am Mittag ausgestrahlt werden, beinhalten eher Haushalts- und Ernährungsspots. Zielgruppe? Frauen. Fazit: Die Zielgruppe muss sich mit der Person, die für ein Produkt wirbt, identifizieren können.</p>
<p>Wenn der Forderung der EU-Abgeordneten nachgekommen wird, stehen einige Abteilungen der Werbebranche vor der Herausforderung, ihrer Zielgruppe ein Produkt mit einer zielgruppen-untypischen Person nahe zu bringen. Und das wird nicht einfach sein. Quizfragen: Glauben Frauen eher einem Mann oder einer Frau, wenn die Vorzüge der neuen Fertigsuppe vorgestellt werden? Und: Schmeckt Männern das Bier genauso gut, wenn Frauen dafür werben und kein Mann?</p>
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		<title>PR im Zeitalter Batmans</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 10:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Gerlach</dc:creator>
				<category><![CDATA[PR & Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon gut - wahrscheinlich übertreibe ich es "ein bisschen" mit meiner Batman-Manie. Aber trotzdem möchte ich noch eine Sache loswerden und vorstellen: Die Online-Kampagne zu "The Dark Knight". Die PR-Strategen des Films haben sich nämlich richtig Gedanken gemacht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon gut &#8211; wahrscheinlich übertreibe ich es &#8220;ein bisschen&#8221; mit meiner Batman-Manie. Aber trotzdem möchte ich noch eine Sache loswerden und vorstellen: Die Online-Kampagne zu &#8220;The Dark Knight&#8221;. Die PR-Strategen des Films haben sich nämlich richtig Gedanken gemacht. Die klassische Filmwebsite reichte ihnen nicht aus. Sie produzierten gleich mehrere Ableger, die alle für sich ein Eigenleben führen und doch irgendwie miteinander in Zusammenhang stehen. Alles beginnt mit <a href="http://www.ibelieveinharveydent.com" target="_blank">www.ibelieveinharveydent.com</a>.</p>
<p><span id="more-456"></span></p>
<p>Gestartet ist die Online-Kampagne im Zuge der amerikanischen Vorwahlen um das Präsidentenamt. Während Hillary Clinton und Barack Obama um die Gunst der Wähler buhlten und John McCain sich gegen seine republikanischen Konkurrenten durchsetzte, bewarb sich im WWW ein weiterer Mann um die Gunst der Wähler: Harvey Dent. Seine Kampagne: I Believe In Harvey Dent. Sein Wahlprogramm: Kampf dem organisierten Verbrechen.</p>
<p>Als Wahlkampfseite für eine fiktive Figur ist die Website allemal gelungen. Zumal sie denen der echten Präsidentschaftskandidaten sehr ähnlich ist. Und die Taktik der PR-Leute ging auf. Das Interesse der User wurde geweckt. Dem Aufruf, für Dent auf die Straße zu gehen und Veranstaltungen zu organisieren, folgte die wachsende Fangemeinde. (&#8221;Beweisfotos&#8221;, die in zahlreichen Staaten der USA geschossen wurden, gibt es genug.)</p>
<p>Die Idee, einen fiktiven Wahlkampf zu Zeiten eines echten Wahlkampfs zu Promotionszwecken durchzuführen ist schon nicht schlecht &#8211; aber das reicht nicht, um auf einen Film aufmerksam zu machen. Deshalb ist kurz vor Filmstart die Website plötzlich mit Krakeleien und &#8220;Ha has&#8221; verunstaltet. Keine Frage für die Kenner des Batman-Universums: Der Joker war hier. Eine einfache Idee, die den Bezug zum Film herstellt &#8211; und den User auf eine neue Website aufmerksam macht: <a href="http://www.ibelieveinharveydenttoo.com/" target="_blank">www.ibelieveinharveydenttoo.com</a>. Auf dem ersten Blick eine &#8220;Error&#8221;-Seite &#8211; aber wer die schwarze Fläche markiert, sieht die bereits bekannten &#8220;Ha has&#8221; des Jokers. Tipp: Schauen Sie sich die Zeichenfolge genau an &#8211; der Joker hat eine Nachricht hinterlassen.</p>
<p>Ach ja, der Joker hat natürlich auch eine eigene Website. Getreu seinem Motto &#8220;Warum so ernst?&#8221; heißt sie <a href="http://www.whysoserious.com" target="_blank">www.whysoserious.com</a>. Hier gibt es weitere Informationen zu Gotham City und damit indirekt zum Film, zum Beispiel fiktive Pressemeldungen/Zeitungsberichte und Co.</p>
<p>Meiner Meinung nach ist diese multiple und indirekte Bewerbung eines Kinofilms mittels mehreren Websites äußerst gelungen. Andere Großproduktionen sollten und müssten sich hieran orientieren. Die PR-Strategen des neuesten Batman-Films zeigen auf anschauliche Weise, wie man es richtig macht: Das Publikum mit einer etwas ausgefallenen Idee ansprechen, es durch neue Inhalte und Wendungen an die Website binden und begeistern. So gehört sich das!</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.kommunikationsblog.de%2Fpublic_relations%2Fpr-im-zeitalter-batmans%2F'; szt='PR+im+Zeitalter+Batmans';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/31/c2/widget_31c2065f25c8a20f8f60478322e1fb99.js"></script></div><p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+PR+im+Zeitalter+Batmans+http://is.gd/e5JM6+.+Lesen!" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://www.kommunikationsblog.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro1.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+PR+im+Zeitalter+Batmans+http://is.gd/e5JM6+.+Lesen!" title="Post to Twitter">  </a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beleidigte Leberwürste im Fernsehsessel</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 10:13:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Küpper</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Netzwerk kritischer Zuschauer verleiht in diesem Jahr bereits zum 19. Mal den Preis der beleidigten Zuschauer. Die Idee ist nicht schlecht und scheint dem PR-Lehrbuch direkt entnommen: Man nehme ein Thema, das keinen kalt lässt (das Fernsehen), rufe einen Preis aus, lässt die Zuschauer nominieren, präsentiert diese Nominierungen medienwirksam und lässt anschließend die Zuschauer abstimmen um schlussendlich den "Sieger" in alle Welt hinauszuposaunen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netzwerk kritischer Zuschauer verleiht in diesem Jahr bereits zum 19. Mal den Preis der beleidigten Zuschauer. Die Idee ist nicht schlecht und scheint dem PR-Lehrbuch direkt entnommen: Man nehme ein Thema, das keinen kalt lässt (das Fernsehen), rufe einen Preis aus, lässt die Zuschauer nominieren, präsentiert diese Nominierungen medienwirksam und lässt anschließend die Zuschauer abstimmen um schlussendlich den &#8220;Sieger&#8221; in alle Welt hinauszuposaunen.</p>
<p>Sage und schreibe 13.558 Nominierungen von TV-Zuschauern gingen beim Netzwerk kritischer Zuschauer ein &#8211; daraus wurden dann zwölf ausgewählt und <span style="text-decoration: line-through;">zum Abschuss</span> zur Abstimmung freigegeben. Bis zum dritten Oktober können beleidigte Couchpotatoes nun auf der Internetseite <a href="http://www.telekwatsch.de/">www.telekwatsch.de</a> abstimmen.</p>
<p>Die Liste der Nominierten ist durchaus prominent besetzt. Sogar der kompetent eloquente ARD-Fußball-Experte Günter Netzer ist dabei. Hatte er doch nach dem EM-Spiel gegen Portugal behauptet, die Deutsche Mannschaft verbreite Angst und Schrecken. Mal ganz davon abgesehen, dass im Finale von Angst und Schrecken beim Gegner nicht viel zu sehen war, ist diese Aussage meiner Meinung nach keine Beleidigung. Man bedenke: Nicht einmal Dieter Bohlen wurde nominiert. Außerdem ist die Fußballersprache zuweilen recht martialisch und militärisch &#8211; wie in Politik und Wirtschaft auch. Das kann man gut oder schlecht finden, ein Grund, gleich beleidigt zu sein, ist das nicht. Kann man nur hoffen, dass niemand auf die Idee kommt, Mikrophone auf dem Fußballplatz zu verteilen &#8211; man denke nur an Zidanes und Materazzis kleine Meinungsverschiedenheit vom WM-Finale 06.<span id="more-453"></span></p>
<p>Auch &#8220;Wetten, dass&#8230;?&#8221;-Moderator Thomas Gottschalk wurde nominiert. Er begab sich in seiner Sendung mit Paris Hilton ins Publikum, um eine Zuschauerin für ein Foto mit der Hotelerbin auszuwählen. Gottschalk forderte alle zur werberelevanten Zielgruppe gehörenden 14 bis 49Jährigen auf, doch bitte aufzustehen und sagte: &#8220;Der Rest kann eigentlich gehen.&#8221; Auch diese Nominierung verstehe ich nicht. Denn das Netzwerk kritischer Zuschauer sollte doch diese geradezu medienkritische Bemerkung Gottschalks würdigen. Prangert Gottschalk doch mit dieser Aussage die Segmentierung der Zuschauer in erwünscht (zwischen 14 und 49) und unerwünscht (der Rest) an. Die Konsequenz wäre tatsächlich, dass die Zuschauer außerhalb der Zielgruppe den Fernseher abschalten bzw. den Saal verlassen. Ganz nebenbei müsste dann auch der 58jährige Showmaster selbst die Halle verlassen.</p>
<p>Nicht fehlen darf bei den Nominierungen der selbsternannte Mitmachsender 9Live. Eine Kandidatin hätte den Jackpot knacken können, wenn ihr Geburtstag mit dem Datum auf einem Abreißkalender übereinstimmte. Der Kalender zeigte allerdings den 31. Juni an. Da wäre selbst der 29. Februar fairer gewesen, auch wenn es den nur alle vier Jahre gibt. Den 31. Juni allerdings gibt es freilich gar nicht. Gewinnchance: 0,0 Prozent. Laut Sender ein bedauerlicher Fehler.</p>
<p>Ohne Nazikeule kommt die Nominierungsliste natürlich nicht aus. Diesmal trifft es Eltons Kommentar in der unterirdischen Comedyshow zur EM &#8220;Nachgetreten&#8221; (ZDF). Zum Spiel Frankreich gegen die Niederlande sagte er, nachdem die Spieler ihre Kinder auf den Arm nahmen: &#8220;Hitler hat auch Kinder auf den Arm genommen.&#8221; Ein so mieser Gag ist schon eine Nominierung wert. Allerdings nicht wegen des Hitlervergleichs, sondern wegen der nicht vorhandenen Pointe.<br />
<span> </span></p>
<p>Den Vogel abgeschossen hat allerdings Ex-Talkshow-Moderator und Berufsschnarchnase Jörg Pilawa. Ausnahmsweise hatte er den Political-Correctness-Modus, der sonst bei ihm im Dauerbetrieb läuft, ausgeschaltet. Zu &#8220;DWDL&#8221; hatte er gesagt: &#8220;Wenn ich heute in eine tägliche Talkshow schaue, sehe ich ins Zahnlose. Da sitzen nur noch die Schlampen und Sozialschmarotzer.&#8221; Meiner Meinung nach steht er nach dieser doch recht verallgemeinernden Aussage bereits als Sieger fest. Herzlichen Glückwunsch dazu!</p>
<p>Die Liste der Nominierten und den Stimmzettel gibtÂ´s hier: <a href="http://www.telekwatsch.de/wahlschein.html">http://www.telekwatsch.de/wahlschein.html</a></p>
<p>Zum Schluss noch ein Tipp: Wenn ich mich vom TV-Programm beleidigt fühlte halte ichÂ´s mit Peter Lustig: Einfach mal abschalten!</p>
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		<title>Die Fledermaus ist zurück &#8211; &#8220;Batman. The Dark Knight&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Sep 2008 10:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Gerlach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Lobhuldigungen der Presse und die Einspielrekorde in den USA haben die Erwartungen und Ansprüche der Kinogänger an den neuen Batmanfilm "The Dark Knight" hochgeschraubt. Muss man misstrauisch werden, wenn alle behaupten, der Film wäre einzigartig und unbedingt empfehlenswert? Nein - "The Dark Knight" überzeugt auf ganzer Linie!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lobhuldigungen der Presse und die Einspielrekorde in den USA haben die Erwartungen und Ansprüche der Kinogänger an den neuen Batmanfilm &#8220;The Dark Knight&#8221; hochgeschraubt. Muss man misstrauisch werden, wenn alle behaupten, der Film wäre einzigartig und unbedingt empfehlenswert? Nein &#8211; &#8220;The Dark Knight&#8221; überzeugt auf ganzer Linie!</p>
<p>Ein kurzer Inhaltsüberblick: Der smarte Staatsanwalt Harvey Dent will Gotham City von der Mafia befreien. Batman sieht im populären Dent einen idealen Nachfolger und hofft, sich bald in den Vorruhestand zu verabschieden. Doch der neue Bösewicht Joker sorgt für Unruhe in der Bevölkerung. Sein Ziel: Die Enttarnung Batmans.</p>
<p>Die Story und die Charaktere sind absolut glaubwürdig, gleichzeitig beeindruckt Regisseur Christopher Nolan mit atemberaubendem Tempo, Stunts und Tricks. Von Anfang bis Ende leidet der Zuschauer mit, fasziniert und schockiert zugleich vom Geschehen, das sich auf der Leinwand abspielt. Nicht zuletzt ist dies ein Verdienst des Joker-Darstellers Heath Ledger, der die Rolle des Jokers nicht nur spielt, sondern lebt. Jack Nicholsons Joker verkommt im Vergleich zu Ledger zur Witzfigur. Der neue Joker ist ein Psychopath und Terrorist, der auf den ersten Blick nach keinem klaren Muster handelt. Anfangs noch als Wichtigtuer und Möchtegernschurke belächelt, wird im Laufe des Films immer deutlicher: Sein Chaos hat System. Immer wieder zwingt er die Bevölkerung Gothams mitsamt ihres Superhelden Batman zu unmöglichen Entscheidungen. Und jedes Mal stellt sich der Zuschauer die Frage: Sind die Menschen bereit, andere zu opfern, um ihr eigenes Leben zu retten?</p>
<p>Doch warum ist es gerade der Joker, der den Zuschauer auch nach dem Filmbesuch in Erinnerung bleibt? Ein Erklärungsversuch: Im Gegensatz zu den bisherigen Batman-Bösewichten sucht man beim Joker vergebens nach einem Auslöser für sein Tun. Während die Handlungen von Catwoman, Pinguin, Two-Face und Co. aus persönlichen Schicksalsschlägen resultieren, sind die Aktionen des Jokers nicht so einfach zu erklären. Die Gründe für sein entstelltes Gesicht sucht er sich scheinbar willkürlich zusammen. Einmal war es der sadistische Vater, der ihm die Verletzungen zugefügt hat, ein anderes Mal hat er sich selbst verstümmelt. Was davon wahr ist, ob überhaupt etwas davon wahr ist &#8211; der Zuschauer wird es wohl nie erfahren.</p>
<p>Eins steht fest: &#8220;The Dark Knight&#8221; ist die beste und erfolgreichste Comicverfilmung, die es bisher gab. Schon jetzt ist er der zweiterfolgreichste Film aller Zeiten. Wer weiß, vielleicht schlägt er noch den Langzeitspitzenreiter &#8220;Titanic&#8221;. Ich bin mir auf jeden Fall sicher: Auch in den nächsten Wochen werden die Zuschauer ins Kino strömen und begeistert sein.</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.kommunikationsblog.de%2Fmedien%2Fdie-fledermaus-ist-zuruck-%25e2%2580%2593-%25e2%2580%259ebatman-the-dark-knight%25e2%2580%259c%2F'; szt='Die+Fledermaus+ist+zur%C3%BCck+-+%22Batman.+The+Dark+Knight%22';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/31/c2/widget_31c2065f25c8a20f8f60478322e1fb99.js"></script></div><p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+Die+Fledermaus+ist+zur%C3%BCck+%E2%80%93+%E2%80%9CBatman.+The+Dark+Knight%E2%80%9D+http://is.gd/e5Zep+.+Lesen!" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://www.kommunikationsblog.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro1.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+Die+Fledermaus+ist+zur%C3%BCck+%E2%80%93+%E2%80%9CBatman.+The+Dark+Knight%E2%80%9D+http://is.gd/e5Zep+.+Lesen!" title="Post to Twitter">  </a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Dokus im Netz für Bildung, Völkerverständigung und vitale Demokratie</title>
		<link>http://www.kommunikationsblog.de/medien/dokus-im-netz-fur-bildung-volkerverstandigung-und-vitale-demokratie/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 13:50:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Antje Kümmel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer Dokumentarfilme genauso liebt wie ich, der kann jetzt über www.getdocued.net
so viele Filme anschauen, bis er oder sie viereckige Augen bekommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Dokumentarfilme genauso liebt wie ich, der kann jetzt über <a href="http://www.getdocued.net" target="_blank">www.getdocued.net</a><br />
so viele Filme anschauen, bis er oder sie viereckige Augen bekommt.</p>
<p>Viele Dokus laufen sehr spät abends &#8211; da schlafe ich schon. Manche werden auch am Nachmittag übertragen &#8211; hallo! &#8211; da arbeite ich. Natürlich ist es auch so, dass mir nicht alle verfilmte Themen gefallen, wenn sie zu passenden Zeit ausgestrahlt werden. Deswegen gilt mein &#8220;Hurra&#8221; dem Internet, dass es ermöglich, viele internationale Dokumentarfilme auf einer Plattform gesammelt anzubieten. Jetzt kann ich mir die Filme aussuchen, die mich interessieren und dann sehen, wenn ich Zeit habe.<br />
<span id="more-497"></span><br />
Wer steckt hinter dem jungen Unternehmen, <a href="http://www.getdocued.net" target="_blank">www.getdocued.net</a>, dass nun seit drei Monaten online ist? Dahinter behaupten sich tapfer vier Studenten aus Tübingen und Hamburg und sehr große, anspruchsvolle Visionen: &#8220;Bildung ist das Rückrat einer vitalen Demokratie. Die Moderne fordert Spezialisierung und der individuelle Weitwinkel geht dabei oft verloren. Deswegen muss Bildung neue Wege gehen, um überhaupt noch genug Menschen erreichen zu können.&#8221; Mit der neuen Plattform für Edutainment wollen sie vor allem junge Web-User ansprechen. Demnach diejenigen, bei denen selbst das Fernsehen nicht mehr fruchtet und die sich ein Leben ohne PC, Games, IPod, Communitys und Downloads so gar nicht mehr vorstellen können. Und dann träumen sie noch weiter: &#8220;Wir wollen dem globalen Dorf einen gemeinsamen Marktplatz der Ideen und der internationalen Diskussion geben und so einen kleinen Teil zur Völkerverständigung beitrage!&#8221; Respekt! Schön, wenn es klappen würde!</p>
<p>Aber auch ohne Idealismus und Visionen lässt sich die Seite gut besuchen. Die Dokus sind übersichtlich in verschiedene Themengebiete aufgeteilt: Kultur, Naturwissenschaft, Land und Leute, Biographien, Umwelt, Technik und so weiter. Jede Dokumentation wird inhaltlich kurz beschrieben, inklusive Erscheinungsdatum, Filmlänge und Regisseur/ Herausgeber. Insgesamt stehen dem User derzeit 160 internationale Dokumentationen zur Verfügung. Die meisten sind deutschsprachig. Diejenigen, die in anderen Sprachen gedreht wurden, sollen in naher Zukunft mit Untertitel versehen werden, auch, damit Gehörlose von den Dokumentarfilmen profitieren können. Manko an der ganzen Sache ist, dass die Seite als solches nicht wirklich schön gemacht wurde. Aber egal, oder? Denn dafür sind die Dokumentarfilme um so besser.</p>
<p>Schaut doch mal rein: <a href="http://www.getdocued.net">www.getdocued.net</a></p>
<p><em>Autorin: Antje Kümmel</em></p>
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		<title>Fantasy Filmfest &#8211; Gibt es denn nur Horrorfilme???</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 13:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Barbara Gerlach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien & Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Film & TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach, was habe ich mich gefreut, als ich - eher zufällig - auf das Fantasy Filmfest in Köln aufmerksam wurde. Denn ich war der Meinung, dass sich hinter dem Begriff "Fantasy" Filme wie "Herr der Ringe" oder Comic-Verfilmungen verbergen. Falsch gedacht! Ein erster Blick ins Programm war sehr ernüchternd: Horrorfilme beherrschen die sieben Tage in Köln, vom "kleinen Hobbit" keine Spur.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach, was habe ich mich gefreut, als ich &#8211; eher zufällig &#8211; auf das Fantasy Filmfest in Köln aufmerksam wurde. Denn ich war der Meinung, dass sich hinter dem Begriff &#8220;Fantasy&#8221; Filme wie &#8220;Herr der Ringe&#8221; oder Comic-Verfilmungen verbergen. Falsch gedacht! Ein erster Blick ins Programm war sehr ernüchternd: Horrorfilme beherrschen die sieben Tage in Köln, vom &#8220;kleinen Hobbit&#8221; keine Spur. Der Großteil der Kinogänger scheint unter dem Begriff &#8220;Fantasy&#8221; nicht nur das Fantastische, sondern vor allem Horror und Science-Fiction zu verstehen. Science-Fiction okay, aber Horror&#8230;?! Zur Erklärung: Horrorfilme haben mich nie interessiert. Scream, Blair Witch Project und Co. habe ich mir deshalb gespart. Und bis heute habe ich es nicht bereut. Nichtsdestotrotz sind beim Fantasy Filmfest auch Nicht-Horrorfilme am Start. Man muss zwar danach suchen &#8211; aber es gibt sie.<br />
<span id="more-499"></span><br />
Zum Beispiel &#8220;The Oxford Murders&#8221;: Der Regisseur und Drehbuchautor Alex de la Iglesia ist zwar eher ein Mann fürs Grobe (Accion Mutante, Allein unter Nachbarn, Perdita Durango). Mit dem Thriller &#8220;The Oxford Murders&#8221; schlägt er jedoch einen neuen Weg ein &#8211; klassische Schockelemente bleiben aus. Trotzdem war es nicht de la Iglesia, der mich in den Film gezogen hat. Dafür ist wohl eher die Besetzung verantwortlich, die gleich zwei ECHTE Fantasy-Veteranen aufweist. Zum einen Ex-Hobbit Elijah Wood, zum anderen Hellboy-Ziehvater John Hurt. Wenn dabei nichts &#8220;Fantastisches&#8221; herausspringt, wo dann?!</p>
<p>In unmittelbarer Umgebung der großen Universität Oxford treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Professor Arthur Seldom (Hurt) und Doktorand Martin (Wood) versuchen, den Täter zu stoppen. Dieser scheint Seldom herausfordern zu wollen, seine Morde stehen in Zusammenhang mit Seldom und folgen einem bestimmten Muster. An Seldom und Martin liegt es, die Symbole, die der Täter an jedem Tatort hinterlässt, richtig zu deuten.</p>
<p>Der &#8220;Horror&#8221; ist in diesem Film ständig präsent und sorgt für ein beständiges Unwohlfühlen beim Zuschauer. Zum Beispiel, wenn ein Soldat während eines heftigen Gefechts im zweiten Weltkrieg auf offenen Feld nicht den sicheren Schutz sucht sondern Seite um Seite seines Notizbuchs füllt. Oder wenn ein mit Seldom befreundeter Wissenschaftler auf der Suche nach der perfekten Formel wahnsinnig wird und seine Selbstversuche im Krankenhaus enden &#8211; mit einem Arm und beiden Beinen weniger. Das eigentlich schockierende daran ist, dass er selbst in dieser ausweglosen Situation weiter nach der Formel sucht und ohne Unterlass mit seiner einen verbleibenden Hand unleserliche Notizen macht. Auch der Schluss des Films stellt den Zuschauer nicht unbedingt zufrieden und hinterlässt ihn nachdenklich. Das überraschende und frustrierende Ende zeigt einmal mehr: Es gibt keinen allein Schuldigen. Es gibt nicht eine, sondern viele Wahrheiten. Trotzdem oder gerade deswegen: &#8220;The Oxford Murders&#8221; ist ein empfehlenswerter Film. Wer Lust auf Spannung, überraschende Wendungen und akademischer Diskussionen auf höchster Ebene hat, ist mit &#8220;The Oxford Murders&#8221; gut bedient.</p>
<p>Eine kleine Schlussbemerkung: Die Überzahl der Horrorfilme und das teilweise gewöhnungsbedürftige Publikum werden mich im nächsten Jahr nicht davon abhalten, wieder beim Fantasy Filmfestival dabei zu sein. Denn auch im nächsten Jahr werden Filme wie &#8220;The Oxford Murders&#8221; am Start sein. Da bin ich mir ganz sicher!</p>
<p>Das Fantasy Filmfestival in Köln geht noch bis Mittwoch, 27. August 2008. Die Programmübersicht ist <a href="http://www.fantasyfilmfest.com/fantasy/media/FFF08_TP_Koeln.pdf" target="_blank">hier </a>zu finden.</p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.kommunikationsblog.de%2Fmedien%2Ffantasy-filmfest-%25e2%2580%2593-gibt-es-denn-nur-horrorfilme%2F'; szt='Fantasy+Filmfest+-+Gibt+es+denn+nur+Horrorfilme%3F%3F%3F';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/31/c2/widget_31c2065f25c8a20f8f60478322e1fb99.js"></script></div><p align="left"><a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+Fantasy+Filmfest+%E2%80%93+Gibt+es+denn+nur+Horrorfilme%3F%3F%3F+http://is.gd/e4org+.+Lesen!" title="Post to Twitter"><img class="nothumb" src="http://www.kommunikationsblog.de/wp-content/plugins/tweet-this/icons/tt-twitter-micro1.png" alt="Post to Twitter" /></a> <a class="tt" href="http://twitter.com/home/?status=kommunikationsblog.de:+Fantasy+Filmfest+%E2%80%93+Gibt+es+denn+nur+Horrorfilme%3F%3F%3F+http://is.gd/e4org+.+Lesen!" title="Post to Twitter">  </a></p>]]></content:encoded>
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